Und weiter geht's

„Jetzt fange ich wieder an, einer Hundehalterin die Welt zu erklären... Jedes Mal das Gleiche. Es ist nicht der Hund, der ein Problem hat, sondern der Halter. Konsequenz ist das A und O. Der Hund braucht Führung und will auch Führung. Ansonsten übernimmt er das Ruder, stellt seine eigenen Regeln auf und wird der Herr im Haus.“

 

Nein, der Benji-Blog wurde nicht gekapert – ich hab nur mal frei die Gedanken der neuen Hundetrainerin niedergeschrieben. Also die Gedanken, die sie meiner Meinung nach hatte, als wir mal wieder eine neue erste Trainingseinheit für Benji hatten.

Was ist passiert? Nichts. Und das meine ich genauso. Das Nichts bezieht sich aber leider nicht auf Benji, sondern eher auf meine Aktivitäten. Tatsächlich habe ich im Hinblick auf Benjis Training nichts gemacht. Also nichts mehr seit unserem herrlichen Sommer in Frankreich – und auch während des Sommers in Frankreich schon nicht. Das sind dann summa summarum knapp vier Monate. Vier Monate, in denen der Hund eine Menge verlernt hat und sich jede Menge Spleens eingeschlichen haben.

Ich hab’s zuerst auf die Pubertät geschoben. Also das Anbellen anderer Hunde (zum Glück nur zur überstürmischen Begrüßung – keine Beißereien oder so), aber auch das Anbellen von spontan losrennenden Kindern oder auch einfach von Menschen, die auf uns zukamen. Das geht gar nicht.

Erste Analyse der Trainerin: der Hund ist nicht ausgelastet und hat auch verlernt, sich in Geduld zu üben. Der Beweis: das „im Sitz bleiben“ klappt maximal 20 Sekunden, danach wird der Hund schon hibbelig. Und „Platz“ funktioniert gar nicht – nur wenn das Leckerli in der Hand gehalten wird und die Belohnung quasi in schnappbarer Nähe.

Au Backe.

Aber die gute Nachricht ist: es ist eine Basis vorhanden, auf die man aufbauen kann. Er macht Sitz und er bleibt im Bleib und er kann auch warten. Jetzt heißt es DRANBLEIBEN!

Die Hausaufgaben für diese Woche sind also kontinuierliches Üben und Ausweiten der Zeiten. Ist alles machbar. Eine Schande, dass ich das so hab schleifen lassen und dass ich dem Hund die Schuld gegeben hab, weil er sich immer schlechter benommen hat.

Haben wir also mal wieder was gelernt. Dass ich das alles schonmal gelernt hab und einfach nur aus Faulheit verdrängt habe, lassen wir hier mal außen vor. Es zeigt sich allerdings wieder, dass (fast) jedes Hundeproblem eigentlich im Erziehungsproblem der Halter liegt.

Und jetzt ran an die Arbeit!

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